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Gruppe FA: Förderschwerpunkt Autismus

Autismus Autismus

Kommunikationsgruppe  

Die heutige Förderschule durchlebt eine Wandlung, die von der Entwicklung des Konzeptes «Gemeinsam zur Schule für alle» sicherlich beeinflusst wird. Schüler mit einer schweren geistigen Beeinträchtigung, mit einer Mehrfachbeeinträchtigung oder spezifischer Förderdiagnose sollen weiterhin eingeschult werden. Die Schule stößt jedoch immer öfter an ihre Grenzen. Ein Umdenken seitens der Schule und der Politik ist eine Notwendigkeit geworden. In der Zwischenzeit hat die Wirklichkeit uns aber eingeholt:
Mehrere Jugendliche mit starken autistischen Zügen, mehrere Jugendliche mit einer Mehrfachbehinderung müssen in der Schule aufgenommen werden.  

Die zusätzlichen Herausforderungen durch gezielte und manchmal Einzelbetreuung führen zu einem Anpassungsbedürfnis in punkto Umfeld, Strukturen… Die Notwendigkeit klarer Förderdiagnosen bzw. Analysen der spezifischen Bedürfnisse, um eine gezielte Förderung zu gewährleisten, wird immer deutlicher.  

Projekte wurden somit im  ZFP erdacht, dehnten sich aber schnell auf Gemeinschaftsebene (Arbeitskreis „Autismus“) und sogar auf Europaebene (Exodus) aus. Im Rahmen dieser Projekte wurden Ressourcen, Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt, die es erlaubten die Strukturen in unserer Schule bestmöglichst zu gestalten.  

Im September 2004 haben wir ein Pilotprojekt in punkto Förderung der Menschen mit Autismus in die Wege geleitet:
-   Morgens fördern wir die Jugendlichen in einer kleinen homogenen Gruppe; diese Betreuung basiert hauptsächlich auf der TEACCH-METHODE.
-   Nachmittags integrieren wir diese Jugendlichen in heterogene Gruppen im Rahmen von Ateliers.

Somit möchten wir das „schwierig erreichbare Gleichgewicht“ zwischen gezielter Förderung der spezifischen Bedürfnisse und Integration anstreben. Das heißt: so viel Unterstützung wie der Mensch braucht, um seinen Lebens- und Lernweg, sein Denken und Handeln zu gestalten, und so viele Freiräume wie möglich schaffen, um zu einer Selbstentwicklung bzw. Selbstbestimmung zu gelangen.  

Diese Vorgehensweise soll sowohl Kindern, Jugendlichen mit frühkindlichem Autismus bzw. geistiger Beeinträchtigung, Schülern mit Asperger Syndrom als auch Kindern mit gewissen Verhaltensauffälligkeiten  dienen.