Warum setzen wir Tiere im Förderschulunterricht ein?

 

Aufgrund seiner evolutionären Verbundenheit mit dem Tier wird der Mensch in der Begegnung mit einem Tier in seinen körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Kräften angesprochen. Tiere beeinflussen die gesamte Entwicklung eines Menschen und wirken auf unterschiedlichste Weise positiv auf das menschliche Wohlbefinden. Die pädagogisch-therapeutische Wirkung des Umgangs mit Tier und Natur bildet die Grundlage zur Bearbeitung verschiedenster Ziele. Aufgrund positiver Erfahrungen innerhalb des Beziehungsdreiecks Kind -Tier - Pädagoge wird das Selbstwertgefühl gestärkt und eine angemessene Selbsteinschätzung erlernt. Das Tier wertet eine Beziehung nicht positiv oder negativ. Es reagiert unverfälscht und artspezifisch. Es spiegelt Verhalten und erzeugt besondere Motivation. Die Auseinandersetzung mit individuellen Schwierigkeiten, die Konzentrations- und Lernfähigkeit sowie der angemessene Umgang mit Emotionen (z.B. Angst, Wut, Ärger, Trauer, Freude) stehen häufig im Vordergrund der Zusammenarbeit. Positive Lernerfahrungen im Bereich des sozialen Verhaltens werden nicht nur durch das Tier und den Pädagogen, sondern auch durch die anderen Gruppenmitglieder ermöglicht. Des Weiteren werden Themenfelder des Unterrichts aufgegriffen und ein Raum für kreatives Lernen außerhalb des Schulgebäudes geschaffen.

 

Was passiert im Umgang mit dem Tier?

  • Im Umgang mit Tieren werden Verantwortungen und Verlässlichkeit ausgebildet
  • Tiere setzen klare Signale und somit direkte Grenzen
  • Tiere haben einen hohen Aufforderungscharakter
  • Tiere gehen mit Menschen vorurteilsfrei um
  • Tiere wirken entspannend und stressreduzierend (Ausschüttung von Oxytocin, Endorphine, Reduzierung von Cortisol)
  • Tiere ermöglichen nonverbale Dialoge
  • Tiere können trösten
  • Der Umgang mit Tieren fördert Respekt vor Lebewesen, Rücksichtnahme, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl
  • Erleben von Körperkontakt
  • Tiere regen zum Spielen an und reizen zum Lachen
  • Steigerung von Lebensmut, Lebenslust aber auch des Lebenssinns und das Gefühl gebraucht zu werden
  • Insbesondere Jungen bietet ein Tier die Möglichkeit zu Berührungen, Nähe, Zärtlichkeit und Spiel ohne das er sein " Gesicht" verliert Rücksicht auf Lebewesen zu nehmen
  • Empathie wird entwickelt
  • Nähe wird zugelassen/ Distanz gewährt
  • Wahrnehmungsfähigkeit gesteigert
  • Eigene Passivität in Aktivität umgewandelt
  • Führen/ sich durchzusetzen, sich führen lassen
  • Entspannen, genießen
  • Herausforderungen werden bewältigt
  • Geduld, Ausdauer wird erlernt

 

Förderung mit dem Pferd

Förderung mit den Eseln

Förderung mit dem Hund

Förderung mit Kaninchen und Meerschweinchen

Arbeit mit Bienenvölkern

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