Leben und Arbeiten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

 

Am 13. Oktober 2018 war es soweit: Mein Europäischer Freiwilligendienst in Belgien begann und für die nächsten sieben Monate würde das kleine Städtchen Eupen mein neues Zuhause sein. Damals hatte ich noch gar keine Ahnung, was auf mich zukommt, was für tolle Menschen ich kennenlernen werde und was für einzigartige Erfahrungen ich in dieser Zeit machen werde.

 

An meinem ersten Arbeitstag im ZFP Sankt Vith wurde ich von der gesamten Schule sehr lieb empfangen und willkommen geheißen. Ich habe alle KollegInnen und SchülerInnen sofort ins Herz geschlossen und war begeistert von der Vielfältigkeit der Schule. Die Arbeit im ZFP hat mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem deswegen, weil sie so abwechslungsreich war und jeder Tag anders war: Ich habe den Schülern beim Deutsch-, Mathematik- und Französischunterricht geholfen, mit ihnen gebastelt, gemalt, gespielt und gebacken, wir waren schwimmen und sie hatten auch Sport-, Umwelt- und Musikunterricht, wo ich mitgeholfen habe. Man wusste nie, was der Tag bringt und das war toll.

 

Da ich während meines Freiwilligendienstes das erste Mal „alleine“ gewohnt habe, habe ich die Vorzüge davon kennengelernt. Obwohl ich schon immer ein sehr selbstständiger Mensch war und am liebsten alles selber gemacht habe, war das nochmal eine ganz andere Erfahrung. Es war toll, für sich selbst verantwortlich zu sein, sich selbst um Dinge kümmern zu müssen, alles alleine zu planen und zu organisieren und sich nach niemandem richten zu müssen, was ich sehr genossen habe.

 

Außerdem bin ich in diesen sieben Monaten so viel gereist wie noch nie. Wir Freiwilligen haben die zentrale Lage Eupens, unsere Wochenenden und Ferien und auch die günstigen öffentlichen Verkehrsmittel so gut es ging ausgenutzt und uns ganz Mitteleuropa angeschaut. Ich bin quer durch ganz Belgien gefahren und habe mir dort sehr viele Städte angeschaut, war in Deutschlang, den Niederlanden, in Luxemburg, in Frankreich, bin mit dem Eurostar nach Großbritannien gefahren und war sogar in Spanien. Ich habe so viele neue Orte, Kulturen und Sprachen kennengelernt, so viel gesehen und so viel gelernt. Es war unglaublich toll.

 

Belgien hat mich vom ersten Tag an fasziniert, denn mit seinen drei Regionen, drei Gemeinschaften, drei Sprachen und sechs Regierungen ist es ganz anders als mein Heimatland Österreich. Vor allem die sprachliche Vielfalt hat mich sehr begeistert und dadurch, dass ich vor meinem Freiwilligendienst noch nie in Belgien war und auch nicht viel über dieses Land wusste, war ich von den vielen schönen Städten, die man sich hier anschauen kann, sehr überrascht.

 

Ich habe in den letzten Monaten so viele tolle neue Menschen kennengelernt, so viele neue Orte gesehen, unglaublich viel gelernt, sehr viele wichtige Erfahrungen gemacht und wunderschöne Erinnerungen geschaffen, die hoffentlich für immer bleiben und die mir niemand mehr nehmen kann. Mein Freiwilligendienst in Belgien war eine unbeschreiblich tolle Zeit, die ich nie vergessen werde.

 

 

Anna-Theres

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