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UK Fachtagung und Fachmesse 2023

Flyer Fachtagung UK

Was ist Unterstützte Kommunikation?

 

Kommunikation ist ein zentrales Element unseres Lebens und ein Grundbedürfnis! Durch Kommunikation erleben wir uns als Teil einer Gemeinschaft und erfahren, dass wir wichtig für andere sind. Kommunikation ist also eine Voraussetzung für Inklusion!

 

Die Unterstützte Kommunikation (UK) schließt alle Kommunikationsmethoden mit ein, die die Lautsprache ersetzen oder ergänzen können. Es handelt sich zum Beispiel um Gebärden, Objekte, Piktogramme oder elektronische Sprachausgabegeräte.

 

Die Unterstützte Kommunikation ist ein wichtiger Themenschwerpunkt für die Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben (DSL) und das Zentrum für Förderpädagogik (ZFP). Um die neuen Entwicklungen und Möglichkeiten in diesem Bereich vorzustellen, organisieren wir gemeinsam eine Tagung und eine Messe, jeweils am 02. und 03. Juni 2023.

 

 

Eine Tagung für Fachkräfte

 

Die Tagung findet am Freitag, den 02. Juni 2023 von 13:00 bis 17:00 Uhr im Kloster Heidberg in Eupen statt und richtet sich vor allem an Fachkräfte. Durch verschiedene Workshops und Austauschmöglichkeiten, überlegen die Dienste und Einrichtungen, wie individuell angepasste Kommunikationsmittel in den verschiedenen Lebensbereichen der Person mit Unterstützungsbedarf genutzt werden können.

 

Programm: 

12:30 Uhr: Einlass

13:00 Uhr: Begrüßung

13:15 Uhr: Start der Referate

  • Tobias Link: Ein Leben mit UK

"Seit meiner Geburt bin ich schwerst körperbehindert und kommuniziere unterstützt. Ich möchte Ihnen meine eigene Sprachentwicklung vorstellen sowie wie ich die Schriftsprache erwarb. Anschließend lade ich Sie ein mir Fragen zu stellen."

 

  • Claudio Castañeda: UK bei Menschen aus dem Autismus-Spektrum

Alle Menschen sind soziale Lebewesen und auf Beziehungen mit ihren Mitmenschen angewiesen. Kommunikation ist somit das Fundament unserer menschlichen Entwicklung. Das wichtigste Werkzeug hierfür ist unsere Lautsprache. Über Sprache drücken wir unsere Bedürfnisse, Wünsche und Gedanken aus und gestalten unsere sozialen Beziehungen und unser Leben.

Menschen aus dem Autismus-Spektrum können aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten in der Kommunikation mit anderen Menschen erleben, z.B. weil sie nicht oder nur eingeschränkt sprechen können. Ohne Lautsprache erleben sie dann drastische Barrieren in allen Bereichen des Lebens. Sie sind somit auf alternative Wege der UK angewiesen. In der Praxis stellen wir dann jedoch oftmals fest, dass allein das Anbieten einer UK-Form die Kommunikation mit der Person aus dem Autismus-Spektrum kaum verbessert. Im Vortrag schauen wir uns daher verschiedene Aspekte an, die wichtig sind, damit UK bei Menschen aus dem Autismus-Spektrum gelingen kann:

- Meilensteine der Kommunikationsentwicklung und Knackpunkte bei Autismus

- Bedeutung für den Einsatz von UK

- Kommunikationsförderung mit Fokus auf Interaktion und Pragmatik

 

  • Silke Braun: UK in Tagesstätten

Wie wichtig und wertvoll der Bedarf von UK im Kinder- und Jugendbereich ist, wurde inzwischen erkannt und hat weitestgehend in die Praxis Einzug gehalten. Doch was passiert, wenn diese Menschen erwachsen geworden sind? Die Betreuungskapazitäten nehmen rapide ab, in den Lebenswelten beeinträchtigter Personen spielt UK plötzlich kaum mehr eine Rolle. Dabei ist der "erwachsene" Lebensabschnitt deutlich länger als Kindheit und Jugend. Wie UK in Tagesförderstätten oder im Werkstattbereich gewinnbringend und teilhabeorientiert genutzt werden kann, ohne die Leistungskapazitäten und -möglichkeiten zu sprengen, versuche ich in diesem Vortrag zu verdeutlichen.

 

  • Marion Springs: UK bei demenzieller Erkrankung

Ableitend von den Demenzstufen nach Reis werden Möglichkeiten, Hilfsmittel und Materialien aus der Unterstützten Kommunikation und der systemischen Arbeit vorgestellt. Die Bedeutung einer gelingenden Kommunikation im Miteinander, durch Handlungsorientierung, zeitliche und örtliche Orientierung wird erörtert. Der Blick geht zur betroffenen Person und dem Unterstützerkreis.

 

17:00 Uhr: Abschluss 

 

 

Die Anmeldungen für die Fachtagung sind geschlossen.

 

 

Eine Messe für alle

 

Die Messe „Unterstützte Kommunikation“ findet am Samstag, den 03. Juni 2023, von 10:00 bis 16:30 Uhr im Zentrum für Förderpädagogik in Eupen statt. Parkplatzmöglichkeiten gibt es im Parkhaus der Autonomen Hochschule (Monschauer Straße 57, 4700 Eupen) von 09:00-17:30 Uhr.

 

Während des ganzen Tages haben die Besucher die Gelegenheit, an verschiedenen Ständen Informationen rund um das Thema „Unterstützte Kommunikation“ zu erhalten. Das ZFP und weitere Dienste stellen vor, wie die Anwendung von UK im Alltag verläuft.

 

Des Weiteren werden Workshops stattfinden.

 

Zeitplan Fachtagung

Hier eine kleine Vorstellung der einzelnen Workshops und Vorträge:

 

  • Einführung in die Augensteuerung mit RehaMedia

In diesem Workshop stellen wir Ihnen die Augensteuerung als mögliche Ansteuerungsmethode von Kommunikationshilfen vor. Durch einen theoretischen Kurzinput lernen Sie die Funktionsweise, Voraussetzungen und Störfaktoren der Augensteuerung sowie aktuelle Hardware- und Softwareoptionen kennen. Der Fokus liegt anschließend auf der Selbsterfahrung. In Kleingruppen haben Sie die Möglichkeit verschiedene Kommunikationshilfen mit Augensteuerung selbst auszuprobieren.

 

  • Einfache Kommunikationshilfen im Alltag mit PRD Prentke Romich (Dauer 1,5 Stunden)

Die Teilnehmer werden z.B. lernen, individuelle Plauderpläne zu erstellen, die der gezielten Vorbereitung des Besprechens der Step-by-Step-Talker dienen. Unsere PRD-Bücher „Entdecke die Kraft der Sprache“ bieten hier große Unterstützung bei der Vokabularauswahl.

Welche einfachen UK-Hilfen gibt es?

Einsatz im Alltag - Vokabularauswahl in der UK

Allgemeine Förderziele beim Einsatz einfacher UK-Hilfen.

Konkrete Förderziele / Lernbereiche:

· 5 Lernbereiche, die als gleichberechtigte Bestandteile einer entwicklungs-orientierten Kommunikationsförderung zu verstehen sind:

· Das Hilfsmittel spielerisch kennen lernen

· Erfahrungen mit Sprache machen

· Sprache als Ausdrucksmittel erleben

· Sprache angeleitet verwenden

· mit Sprache Beziehungen gestalten

 

  • RehaVista

Verstehen und verstanden werden ist nicht für jeden selbstverständlich. Schau Hin und Plan BE als hilfreiche Werkzeuge.

In diesem Workshop werden die Diagnostik- und Dokumentationswerkzeuge Schau Hin und Plan BE vorgestellt. Mithilfe dieser Werkzeuge lassen sich Zugänge zu Nichtsprechenden Menschen jeder Altersgruppe und mit unterschiedlichen kognitiven Voraussetzungen schaffen, sowie vorhandene Kommunikationshilfen den individuellen Interessen und Bedürfnissen anpassen.

 

  • Probiers mal mit Behinderung mit Silke Braun

In diesem Workshop geht es darum, einmal über den Tellerrand zu schauen und einen Perspektivwechsel durchzuführen. In einer Art Schnitzeljagd werden Kleingruppen gebildet, in denen Personen ein Handicap haben und Hilfsmittel zur Kompensation ausgewählt werden können. Mit einem Assistenten und einem Laufzettel sollen nun verschiedene Aufgaben erfüllt werden.

Welche UK-Hilfsmittel waren schnell und gut nutzbar? Gab es passende Hilfestellung vom eigenen Assistenten? Was hätte man sich als UK-Nutzer:In gewünscht und wie wurde sich dabei gefühlt?

Ein solcher Wechsel des Blickwinkels eignet sich sehr gut zur Selbstreflexion und für bessere Umsetzungsideen von UK im Alltag.

 

  • Modelling in der Unterstützten Kommunikation mit Claudio Castañeda

Kinder lernen Kommunikation mittels gesprochener Sprache nicht durch Unterricht oder Üben, sondern durch kompetente Vorbilder, die von Anfang an immer und überall im Alltag Lautsprache benutzen: Eltern, Großeltern, Nachbarn - alle sprechen in allen Situationen und machen so ganz nebenbei Sprache und ihren Gebrauch erfahrbar.

Menschen, die nicht sprechen können und daher mit einer UK-Sprache wie Gebärden, Symbolen oder Talker kommunizieren, fehlt es in der Regel an diesen Vorbildern. Sie leben unter sprechenden Mitmenschen, die nur mit dem Mund sprechen. Sie erleben selten, dass andere, bereits kompetente Menschen mit ihrer UK-Sprache im Alltag ganz natürlich reden.

Modelling bezeichnet in der UK das Vorgehen, UK-nutzenden Personen genau diesen wichtigen Rahmen zu geben, der für kommunikative Entwicklung unabdingbar ist. Wir als sprechende Kommunikationspartner:innen kommunizieren ergänzend zum Sprechen ebenfalls im Alltag mit der für alle neuen UK-Sprache, damit die Person erleben kann wie man mit UK kommunizieren kann.

Im Workshop schauen wir hierbei auf verschiedene Aspekte:

- Grundlagen Modelling

- Zielwortschatz

- Konzept der Fokuswörter

- Modelling im Alltag: Situationen des Alltags nutzen

Neben dem Vortrag gibt es im Anschluss Zeit für Fragen und Austausch.

 

  • Unterstützte Kommunikation bei demenzieller Erkrankung mit Marion Springs

Ableitend von den Demenzstufen nach Reis werden Möglichkeiten, Hilfsmittel und Materialien aus der Unterstützten Kommunikation und der systemischen Arbeit vorgestellt. Die Bedeutung einer gelingenden Kommunikation im Miteinander, durch Handlungsorientierung, zeitliche und örtliche Orientierung wird erörtert. Der Blick geht zur betroffenen Person und dem Unterstützerkreis.

 

  • Ein Leben mit UK mit Tobias Link

"Seit meiner Geburt bin ich schwerst körperbehindert und kommuniziere unterstützt. Ich möchte Ihnen meine eigene Sprachentwicklung vorstellen sowie wie ich die Schriftsprache erwarb. Anschließend lade ich Sie ein mir Fragen zu stellen."

 

 

Es werden auch Firmen da sein, die neues Material ausstellen und erklären:

PRD Prentke Romich
RehaVista
RehaMedia
LogBuk
UK Coach
CRETH
Büro für Leichte Sprache
DSL
Quickstep mit ihrem System Mindtag
Humanelektronik
 

Jeder, der mehr über UK erfahren möchte, ist herzlich eingeladen!

 

 

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Das ZFP wird nachhaltig!

Alle Neuigkeiten diesbezüglich findest du hier.

 

Heute schon an morgen gedacht. Button

 

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Die Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben (DSL) und das Zentrum für Förderpädagogik (ZFP) gründen gemeinsam das UK-Netzwerk Ostbelgien. Über untenstehenden Button geht es zu den Informationen:

 

Unterstützte Kommunikation Button

 

 

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Stephan Boemer

 

Die Autonome Hochschule Ostbelgien trauert um ihren Direktor Stephan Boemer

Zutiefst betroffen und bestürzt haben wir vom Tod unseres Direktors Stephan Boemer am gestrigen Mittwoch, dem 25. August 2021 erfahren.

Wir verlieren nicht nur unseren Gründungsdirektor, sondern einen für seine besondere Menschlichkeit und Empathie geschätzten Leiter, Kollegen und Freund.

Ihm lag stets das Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Studierenden am Herzen. Er zeichnete sich durch sein offenes Ohr und seine große Hilfsbereitschaft aus. Auch der Schutz der Natur und die Nachhaltigkeit waren ihm wichtige und zentrale Anliegen, welchen er sowohl im privaten wie beruflichen Umfeld einen großen Stellenwert einräumte.

Er hinterlässt eine große Lücke in unserer Hochschule.

Unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere tiefe Anteilnahme gelten seiner Familie und seinen Freunden.

 

Die Studierenden, das Personal, die Fachbereichsleitungen und der Verwaltungsrat der AHS Ostbelgien

 

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Archiv des Freiwilligendienstes im ZFP European Solidarity Corps with Tagline

 

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Es geht ein Schuljahr zu Ende, von dem wir uns wünschen, dass es sich nicht noch einmal wiederholt.
Aber gerade in diesem Jahr können wir eigentlich zufrieden mit unserer Arbeit sein!
Wir haben aus der Krise wahrhaftig eine Chance gemacht und das Schuljahr genutzt, um uns weiterzuentwickeln, neue Wege zu gehen und Projekte anzustoßen.
Auf diesem Wege möchten wir unseren Personalmitgliedern von Herzen DANKE sagen und einen erholsamen Sommer wünschen!


Hier geht's zu unserem Rückblick:

 

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Das Jahr 2019 stand für uns im Zeichen der Eventreihe „10 Jahre Förderdekret – 10 Jahre Inklusion!? Grenzen und Möglichkeiten - 10 Jahre Zentrum für Förderpädagogik“.

Mehr Informationen

 

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